Die in unserem Angebot aufgeführten Grenzsteine stehen vom Grundsatz her alle im Eigentum des Bundeslandes, auf dessen Territorium sie heute stehen. Sie sind archivalisch belegt und gemäß des Denkmalschutzrechts in der Regel als sog. Kleindenkmäler zu sehen.

Seit 1900 gilt auf dem Boden des Deutschen Reiches, heute der Bundesrepublik Deutschland, das Bürgerliche Gesetzbuch, das die Eigentumsfragen regelt. Demzufolge ist seit diesem Zeitpunkt auch das Strafrecht zutreffend, da die hier anzuwendenden Strafvorschriften, wenn auch in unterschiedlichen Gesetzeswerken, bis heute in ihrer Substanz keine Veränderung gefunden haben.

Das Entfernen oder Umsetzen eines historischen Grenzsteins ist nur und ausschließlich nach Genehmigung durch den Eigentümer möglich, alles andere ist eine verbotene Eigenmacht, die strafrechtlich abzuprüfen wäre.

Diebstahl, Unterschlagung, Sachbeschädigung und Vorschriften aus dem Vermessungs- und Denkmalschutzrecht können hier einschlägig sein und empfindliche Strafen/ Bußgelder zur Folge haben, bis hin zur Haftstrafe.

Im Rahmen unserer Recherchen sind wir an vielen Grenzsteinlinien auf solche Situationen gestoßen, wo Steine fehlen, weil sie einfach entnommen wurden, teils um im Garten dekorativ zu wirken oder auch von offiziellen Stellen zu Ausstellungszwecken. In einigen Fällen wurde offensichtlich staatliches Eigentum ohne Wissen des Eigentümers verschenkt und ist nun verschollen.

Hier folgt nun die Liste der von uns festgestellten Fälle, die wir dem Eigentümer zur Kenntnis gebracht haben. Wie der Eigentümer damit umgeht unterliegt nicht unserer Entscheidung.

Grenzsteinentfernung

von der Umsetzung und Entfernung historischer Grenzsteine im Eigentum des Staates...

Registrierte Fälle von
Versetzungen und Entfernungen historischer Grenzsteine

 

AN-SR-1404-000

Reichsstadt Rothenburg - Fürstentum Brandenburg-Ansbach (später Preußen)

Der Grenzstein ist aus bislang unbekannten Gründen weit abseits der Grenzlinie gesetzt worden. Da es bei dieser Grenzlinie keine Nummerierung auf den Grenzsteinen gibt, kann der ursprüngliche Setzort nicht ermittelt werden.

Standort des Originalsteins:

Gemeinde Schillingsfürst
Gemarkung Faulenberg
GK4  4372830, 5467006
UTM 32U 
590758, 5464538
WGS 84 (lat/lon) 49.32681, 10.24905
Höhe 519 m

AN-SR-1405-040

Reichsstadt Rothenburg - Fürstentum Brandenburg-Ansbach (später Preußen)

Der Grenzstein wurde zu einem aktuell noch nicht bekannten Zeitpunkt nach Weikersheim gegeben und dort im Dorfmuseum ausgestellt. Bei einer Überprüfung durch Historische Grenze konnte der Stein nicht aufgefunden werden.

Er gilt, wie auch der offensichtlich dort befindliche Stein HG-PG-1804-037, als verschollen.

AN-SR-1405-000

Reichsstadt Rothenburg - Fürstentum Brandenburg-Ansbach (später Preußen)

Der Grenzstein wurde, wie auf einer Informationstafel direkt daneben aufgeführt, im Bereich der Frankenhöhe aufgefunden, dann zur Grenzlinie AN-SR-1405 gebracht und dort im Bereich der rekonstruierten Landhege gesetzt.

Er wurde ca. um 1980 wohl auf Anordnung durch die zust. Forstverwaltung von der Frankenhöhe zum Galgenholz gebracht und dort gesetzt. Es handelt sich um den Grenzstein AN-SR-1404-035 (HZw. 21). Er bildet nun zusammen mit dem hier rekonstruierten Landhegegraben ein Denkmalensemble, das mit der Nummer D-5-71-188-29 in die Denkmalliste eingetragen worden ist.

Position des Originalsteins:

Gemeinde Ohrenbach

Gemarkung Ohrenbach

GK4 4368084, 5483696

UTM 32U 585356, 5481017

WGS 84 (lat/lon)49.47579, 10.17826

Höhe 417 m

AN-SR-1405-053

Reichsstadt Rothenburg - Fürstentum Brandenburg-Ansbach (später Preußen)

Der Grenzstein -053 wurde in einem Privatgrundstück nahe der Grenzlinie vorgefunden. Er ist stark beschädigt und wurde in die Form eines Zaunpfostens geschlagen. Hintergrund ist, dass dieser Stein einst (wohl etwa gegen 1960) aus der Grenzlinie genommen und als Baumaterial verwendet worden ist. Er wurde durch den Grundstücksbesitzer auf dem Bauschutt gefunden und durch die Setzung in seinem Garten gerettet. 

Der Grenzstein wurde am 05.02.2019 aufgrund seiner archivalischen Belegbarkeit und seiner Nähe zur Grenzlinie unter Denkmalschutz gestellt und kann nun an Ort und Stelle rechtmäßig verbleiben.

Standort des Originalsteins:

Adelshofen, OT Großharbach, HsNr. 50
gegenüber dem noch am Originalstandort befindlichen Grenzstein 051


Gemeinde Adelshofen

Gemarkung Großharbach

GK4 4366239, 5483303

UTM 32U 583528, 5480551

WGS 84 (lat/lon)49.47186, 10.15294

Höhe 387 m

HG-PG-1804-035

Kgl.-preuß. Markgrafentum Ansbach - Fürstentum Hohenlohe - Schillingsfürst

Der Originalstein (ehem. Fraischstein Nr. 56) wurde für das Feldgeschworenendenkmal in Schillingsfürst/ Bronnenhaus entnommen.
EIne Nachbildung wurde zwischen dem 27.12.2015 und dem 02.01.2016 am historischen Platz gesetzt.

Nach Angaben des Landesamtes für Digitalisierung. Breitband und Vermessung wurde der Stein vorher aus der Widmung der durch ihn bezeichnenden Gemarkungsgrenze genommen.

Standort des Originalsteins:


 

Gemeinde Schillingsfürst

Gemarkung Stilzendorf

GK4 4374649, 5462764

UTM 32U 592743, 5460373

WGS 84 (lat/lon)49.28907, 10.27539

Höhe 530 m

HG-PG-1804-037

Kgl.-preuß. Markgrafentum Ansbach - Fürstentum Hohenlohe - Schillingsfürst

Laut einer mündlichen Überlieferung soll ein Fürst von Hohenlohe den Grenzstein 37 aus der Grenzlinie HG-PG-1804  nach Weikersheim gegeben haben. Dort wurde er 1981 noch im Dorfmuseum aufgefunden, bevor er dann verschwand.

Er gilt als verschollen. Nachfragen bei der Stadt Weikersheim blieben unbeantwortet.

LINK ZU DEN BLOGBEITRÄGEN

Ein weiterer Stein, AN-SR-1405-040, ist ebenfalls in Weikersheim verschollen.

KB-KW-1806-532

Landesgrenze Königreiche Bayern und Württemberg (heute: Landesgrenze Freistaat Bayern mit dem Land Baden-Württemberg)

Aus bislang nicht geklärten Umständen wurde ein Landesgrenzstein der ehemaligen Königreiche Bayern und Württemberg (Eigentum je zur Hälfte beim Freistaat Bayern und dem Land Baden-Württemberg) Bestandteil des Feldgeschworenendenkmals am Bronnenhaus in Schillingsfürst

Standort des Originalsteins:

Gemeinde Schillingsfürst

Gemarkung Stilzendorf

GK4 4374645, 5462765

UTM 32U 592740, 5460374

WGS 84 (lat/lon)49.28908, 10.27534

Höhe 530 m

PR-PB-1803-070

Königreich Preußen - Fürstentum Pfalz Baiern

Aus bislang nicht geklärten Umständen wurde der Grenzstein 70 aus der Grenzlinie genommen und in Arzberg im Umfeld der dortigen Kirche neu gesetzt.
 

Standort des Originalsteins:

 

Gemeinde  Arzberg
Gemarkung  Arzberg
GK4   4513580, 5546760
UTM  298735, 5548754 (Zone 33U)
WGS 84 (lat/lon) 50.05698, 12.18814
Höhe  481 m

PR-PB-1803-139

Königreich Preußen - Fürstentum Pfalz Baiern

Der Grenzstein 139 wurde aus dem Bereich der Erlohwiesen entnommen und befindet sich seitdem auf dem Gelände der ehem. Landesgartenschau als Ausstellungsgegenstand. 
 

Standort des Originalsteins:

 

Gemeinde Marktredwitz
Gemarkung Dörflas
GK4 4506078, 5540024
UTM 290968, 5542324 (Zone 33U)
WGS 84 (lat/lon) 49.99655, 12.08328
Höhe 518 [m]

PR-PB-1803-178

Königreich Preußen - Fürstentum Pfalz Baiern

Dieser Stein befand sich bis etwa 2014 im Bereich MAK-Reutlas. Nach uns gemachten Mitteilungen soll der Stein im Jahr 2006 durch Mitarbeiter der Stadt Marktredwitz entfernt worden sein.

Sein Verbleib ist unbekannt.

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