Informationen zur Grenzlinie

Herr Karlheinz SEYERLEIN, Vorsitzender der Gruppe Grenzommissaire, stellte HISTORISCHE GRENZE nachfolgende Ausarbeitung zu dieser Grenzlinie freundlicherweise zur Verfügung. Sie beinhaltet eine Abschrift des Grenzdokuments vom Jahr 1735, die aus der ursprünglichen -heute kaum noch lesbaren Schreibschrift Sütterlin- durch Herrn Seyerlein in unsere heutige Schrift übertragen worden ist.

Während die ​Grenzsteinnummerierung von HISTORISCHE GRENZE vom Dreiländereck am Speierhof (HG-PG-1804-001) ausgeht, ist in diesem Dokument die Zählung genau umgekehrt. Insoweit ist die Zählweise von HISTORISCHE GRENZE historisch nicht als belegt anzusehen. Die Grenzsteine selbst tragen keine Laufnummern. 

Die Beschreibung betrifft die Grenzsteinlinie AN-SR-1404 (Karrachsee), deren Machtverhältnisse sich im Bereich Speierhof (Gebsattel) zu dieser Zeit veränderten. Aus diesem Grund waren es ursprünglich auch 64 Hegesteine, die durch die Grenzverlegung zu Hohenlohe-Schillingsfürst, nun nur noch 55 waren. Die Steine 56ff wurden umgeschlagen oder entfernt. Einer dieser Steine, die heutige Nummer 4 steht noch an der sog. Kleinen Steige bei Speierhof im Wald.

Ober – Amt Colmberg

dessen Vogt – Amts

Colmberg

Fraischgränz Beschreibung in Sonderheit

 

Vogt – Amt Colmbergische

Territorial und Fraischgränz Beschreibung

 

Der Anfang dieser Beschreibung wurde gemacht am Eck des Binzwanger Gemeindsholzes in der Senden genannt, woselbst bey einem Eck Stein die allhiesig Vogtamt Colmbergische, die Hoff Castenamt Ansbachische und die Hochfürstliche Bayreuthische Burgbernheimer Fraisch zusammenstoßen. Von diesem Wald Stein, gehet die allhiesige Fraischgränz-, die Burgbernheimer zur rechten Hand habend, über die Poppenbacher Zwergfelder, Waasen und Wiesen einem alten Schleif Weeg nach hinab, bis an das Hirtenhaus zu Poppenbach. Von solchem, das Hirtenhaus zur lincken in Colmberger, das Weyler Poppenbach aber, zur rechten in der Burgbernheimer Fraisch lassend, die, von Nürnberg nach Rothenburg gehende Straßen fort, bis an das Weyler Haußen und das daselbst sich befindliche alte öde Schlößlein: Von hier weiter, das Schlößlein zur lincken – das Weyler Haußen aber, zur rechten Hand in Bayreuthischer Fraisch lassend, über die Altmühl Brucken hinüber, und auf der, von Nürnberg nach Rothenburg gehenden Straßen fort, bis an den Ernsberg, so   Windelsbacher GemeindsHoltz ist. Dieses Holtz zur rechten Hand habend, die Straßen noch weiter hin, bis sich solche links vom Holtz ab – und in das Dorff Windelsbach hineinziehet. Von dar gehet die allhiesig Vogtamt

 

Colmbergische Fraischgrenz von mehrgedachter Straßen  ab- und zwischen denen Windelsbacher Äckern, solche links, das Holtz aber rechts habend, hinumb, bis an den, von Windelsbach nach Brainsfeld (Preuntsfelden) gehenden Fußweg. Von diesem Fußsteig noch besser zwischen denen Äckern dem Holtz, die Fuchsschläg genannt, hinumb, bis zum Schrancken welcher oberhalb des Wurmbachweihers am Graben stehet. Von solchem Schrancken links sich wendend, über die Windelsbacher Huth fort, bis zum Ruhe Seelein, dieses links in die Vogtamt Colmbergische Fraisch einschließend, den Grund gegen Nordenberg zu, hinauf , bis nächst unterhalb des Roth Seeleins. Von dar links sich wendend, über den Graben und die Straßen hinüber und einem Wiesgründlein nach hinauf, bis zum Ersten mit Rothenburg gesetzten Fraischgränz Stein, der an einem Acker Eck, nächst bei einem Windelsbacher, Nordenberger- und Lindler Marckungs Stein stehet, worbey die bishero zur rechten gehabte Hochfürstlich Bayreuthische Burgbernheimische Fraisch ab, die Stadt Rothenburgische aber, an- und mit der allhiesig Vogtamt Colmbergische ein wenig links sich wendend, übers Zwergfeld hinaufgehet, 80 Ruthen weit, bis zum 2. mit Rothenburg gesezten Fraisch Stein, welcher am Ende des Ackers, neben dem Nordenberger Kirch Steig

stehet.

 

Von diesem links sich wendend, Schreeg über den Weeg hinüber und auf einen Unterrain gegen der alten Sandgruben, so dermahl wieder Acker ist, fort, 54 Ruthen bis zum 3. Stein, so an dem Unterrain, der breite Weeg genannt, stehet. Von solchem Stein rechts sich wendend, den Unterrain der breite Weeg genannt, zwischen der Windelsbacher und Lindler Marckung fort, 119 Ruthen, bis zu dem 4. Stein, so am Rangen auf diesem breiten Rain stehet. Von hier die Höhe weiter hinab, und über die, von Nürnberg nach Rothenburg gehende Straßen hinüber, auch über die Wiesen fort, 42 Ruthen, bis zum 5. Stein, welcher diesseits des Herbst Bachs auf der Herbst Wiesen stehet. Von dar rechts sich wendend, den Wiesgrund am Bach hinauf, 110 Ruthen, bis zum 6. Stein, der zur linken Hand an dem Herbst Bach stehet. Von diesem Stein links sich wendend, vom Bach ab und über die Wiesen hinüber, 19 Ruthen bis zum 7. Stein, welcher am Eck des Rothenburger Closter Holzes stehet. Von solchem abermals links sich wendend, am Closter Holtz, solches rechter Hand habend, hinauf, 23 Ruthen, bis zum 8. Stein der neben diesem Holz, nächst einem Holz Stein stehet, welcher das ersagte Closter- und die Windelsbacher Gütler Höltzer scheidet. Von hier zwischen denen Bauern Höltzern und dem mehrgesagten Rothenburgischen Closter Holtz  hinauf, 67 Ruthen, bis zum 9. Stein, so bey einem buchenen Stock, zwischen mehrermelten Höltzern stehet.

 

Von da ein wenig rechts sich wendend, zwischen denen Windelsbacher Bauern- und dem Rothenburgischen Closter Holz weiter hinauf, 67 Ruthen, bis zum 10. Stein, welcher am Eck des Rothenburgischen Closter Holzes, bei einem Holz Stein, unter einer großen Buchen stehet. Von dannen rechts sich wendend, zwischen dem mehrgedachten Closter- und dem Ansbachischen Herrschafts Hölzlein der Stiftberg oder Closter Schläglein genannt, solches links habend, hinauf, 83 Ruthen, bis zum 11. Stein, der nächst einer großen Fichten, zwischen dem Ansbachischen und Rothenburgischen Herrschaftshöltzern stehet.

Von diesem Stein noch beßer zwischen denen erstgenannten beeden Hölzern fort, 62 Ruthen bis zum 12. Stein, so am End der Ansbachischen Herrschaft- und am Eck des Rothenburgischen Closter Holzes, bey einem Wald Stein stehet. Von solchem Stein wendet sich die allhiesig Vogtamt Colmbergische Fraischgränz rechts - und gehet mit der Rothenburgischen zwischen deren Closter- und Buntzendorffer Huth Holtz einen Holzweeg nach hinder, 34 Ruthen bis zum 13. Stein, welcher rechter Hand des Weegs, unter einer Fichten beym Anfang des Rothenburgischen Rub Acker Holzes stehet, worbey ein 3 eckigter Stein, als liegend zu finden.

 

Von hier nun, wendet sich die allhiesig Vogtamt Colmbergische Gränz wiederum links- und gehet zwischen dem Butzendorffer? Huth und Rothenburgischen Rubacker Holz hindurch, 60 Ruthen, bis zum 14. Stein, der zwischen diesen beeden Hölzern auf der Unter Markung stehet. Von dar ferner zwischen solchen Hölzern fort, hinab, 30 Ruthen, bis zum 15. Stein, der in der Klingen der Höllgraben genannt, stehet. Von diesem rechts sich wendend, die Klingen hinab, 13 Ruthen, bis zum 16. Stein, so ebenfalls noch in dieser Klingen stehet. Von hier links sich wendend, aus der Klingen hinaus und den Buck hinauf, auch zwischen denen Bunzendorffer Bauern Höltzern, solche links, das Rothenburgische Mittel- oder Rittersberg Holtz rechts habend, fort, 47 Ruthen bis zum 17. Stein, so auf der Höhe zwischen erstgemeldten Hölzern stehet. Von diesem Stein weiter zwischen solchen Höltzern fort, 48 Ruthen bis zum 18. Stein, welcher oben am Anfang des Rothenburgischen Landgrabens (Landwehr) stehet. Von solchem den Landgraben nach den Berg hinab, über den Bach und die Wiesen hinüber, die Chaar Mühl rechts ausgeschlossen ferner dem Landgraben nach hinauf, 137 Ruthen, bis zum 19. Stein der ein wenig oberhalb des Grabens Ende, am Anfang des Rothenburgischen sogenannten Steuer Holtzes unter

 

einer hohen Eichen stehet. Von solchem den Berg einen Holzweeg nach zwischen dem Rothenburger Steuer Holtz, solches rechts, und denen Buntzendorffer Bauern Höltzern, diese links habend, hinauf 44 Ruthen, bis zum 20. Stein, so auf der Höhe zwischen einer Eichen und abgebrochenen großen Fichten stehet. Von hier weiter zwischen denen Steuer- und Buntzendorffer Höltzern der Marckung nach hindurch+, 38 Ruthen, bis zum 21. Stein, welcher zur rechten des Weegs, am Ende des bishero zur rechten gehabten Steuer- und Anfang des auch Rothenburgischen Johannitter Holzes stehet. Von diesem weiter links sich wendend, am Weeg zwischen der Buntzendorffer- und dem Rothenburgischen Johannitter Holtz fort, 72 Ruthen bis zum 22. Stein, der am Weeg unter einer hohen Fichten stehet. Von solchem Weeg zwischen denen ersagten beeden Höltzern fort und hinaus, 60 Ruthen bis zum 23. Stein, so rechter Hand des Weegs, am Eck des Johannitter Holtzes, nächst am Steinacher Feld stehet. Von hier rechts sich wendend, zwischen dem Johannitter und denen Steinacher Vor Höltzlein und Äckern einem Schleiffweeg nach hinumb 57 Ruthen, bis zum 24. Stein, welcher nächst an einer Eichen und einer darbey stehenden Fichten stehet. Von diesem weiter ober denen Steinacher Äckern am Johannitter Holtz, solches rechts haben, den Schleiffweeg fort, bis der Steinacher Holtz zur linken anfähet, dann fürters zwischen diesen Hölzern hinein, 62 Ruthen, bis zum 25. Stein, der zur rechten des Fuhrweegs nächst bey einem jungen Eichlein stehet. Von solchem den Weeg nach besser zwischen dem Johannitter- und denen Bauern Hölzern fort, 69 Ruthen bis zum 26. Stein, so zur rechten des Weegs bey einer Eichen stehet. Von hier den Weeg fort, 104 Ruthen, bis zum 27. Stein, welcher zur rechten des Weegs am Ende des bishero zur rechten gehabten Johannitter Holzes stehet. Von diesem Stein lincks sich wendend, zwischen dem Rothenburgischen Münchs Holz und dem Steinacher Bauern Hölzern – das erste rechts – die letztern aber lincker Hand habend, hindurch, 56 Ruthen, bis zum 28. Stein, der zur lincken der sogenannten Marck Straßen, die von Steinach auf Rothenburg gehet, stehet,  bey welchem Stein die Auslieferung zwischen dem Vogtamt Colmberg und der Stadt Rothenburg geschicht. Von solchem Stein weiter an dem rothenburgischen Münchs Holz, solches rechts, die Steinacher Huth und Holz aber lincks habend, fort, 81 Ruthen, bis zum 29. Stein, so an dem Münchs Holz neben einer Fichten stehet. 

 

Von hier weiter zwischen diesen beeden Hölzern hindurch und fort 114 Ruthen, bis zum 30. Stein, welcher neben einer alten Eichen an der Eydenauer Huth die Zwickerin genannt, ohnfern des Weyherleins, neben dem MünchsHolz stehet. Von diesem zwischen der Huth- und Münchs Holz fort, und über die von  Aidenau nach Rothenburg gehende Straßen hinüber, 45 Ruthen, bis zum 31. Stein, der im Gebüsch am Münchs Holz stehet. Von solchem ein wenig lincks sich wendend, an dem rothenburgischen Holz die Schennlach genannt, fort, 72 Ruthen, bis zum 32. Stein, so zwischen der Schennlach und der Aidenauer Huth ohnfern einer Fichten stehet. Von hier nach besser an der Schennlach fort, 69 Ruthen, bis zum 33. Stein, welcher zur lincken des Weegs, bei einem Eichlein stehet. Von diesem zwischen dem Aidenauer Holz und der hindern Schennlach fort, 60 Ruthen, bis zum 34. Stein, der zur lincken des Weegs, ober dem Rothenburgischen Buch Klingen Holz, ohnfern einer großen Eichen stehet. Von solchem den Alte Weeg zwischen dem Aidenauer und Buch Klingen Holz fort, 90 Ruthen, bis zum 35. Stein, so am Eck der Aidenauer Bauern Hölzer stehet. Von hier wendet sich die allhiesig Vogtamt Colmbergische Fraischgränz lincks, und gehet zwischen den Aidenauer Bauern Hölzern und dem rothenburgischen Spittel Holz – dieses rechts – jene aber lincks lassend, einem Schleifweeg nach, hinauf, 23 Ruthen, bis zum 36. Stein, welcher zwischen der Aidenauer Bauern- und Rothenburgischen Spittal Holz zur lincken des Weegs stehet. Von diesem nach besser zwischen solchen Hölzern im Weeg fort, 77 Ruthen, bis zum 37. Stein, der zur rechten des Weegs neben einer großen Fichten stehet. Von solchem weiter also den Weeg fort, 84 Ruthen, bis zum 38. Stein, welcher zur rechten des Weegs, am Ende der bishero zur lincken gehabten Aidenauer Bauern Hölzer, ohnweit einer großen Eichen stehet.

Von hier den Holz Weeg fort, das Rothenburgische Spittalholz rechts – die Aidenauer Hölzer aber lincks habend, 53 Ruthen, bis zum 39. Stein, der zur rechten des Weegs am Spittal Holz stehet. Von diesem im Holz-Weeg noch besser fort, 73 Ruthen bis zu dem 40. Stein, welcher ebenfalls zur rechten des Weegs bei einer großen Eichen stehet, und ein Eckstein ist. Von solchem rechts sich wendend, durch das rothenburgische Holz hinder, 62 Ruthen bis zum 41. Stein, der bey dem sogenannten Heyligen Baum ligt, welcher Baum ganz eingehegt ist, und ohnfern des Kirnberger Steigs stehet. Von diesem wieder lincks sich wendend, zwischen denen Rothenburgischen Hölzern in einem Holzweeg fort, 30 Ruthen, bis zum 42. Stein, welcher zur lincken des Weegs unter einer Fichten stehet. Von hier den Weeg nach fort, 85. Ruthen bis zum 43. Stein, der zur lincken des Weegs neben 2 jungen Eichen stehet.

 

Von diesen den Weeg noch besser fort, 48 Ruthen, bis zum 44. Stein, so oben an der WildenHoffer Klingen am rothenburgischen  Spittal- oder Stäuschlag, unter 2 großen Eichen stehet. Von solchem rechts sich wendend, den Weeg ober- den Wildenhoffs Rangen- den rothenburgischen  Stäuschlag lincks habend, hinder, 62 Ruthen, bis zum 45. Stein, welcher zur lincken Hand des Weegs an dem Spittal Holz stehet. Von hier weiter den Weeg ober dem Wildenhoffs Rangen, das Spittal Holz zur lincken habend, hinumb, 58 Ruthen bis zum 46. Stein, der auf dem Wildenhoffer Buck am Eck des Spittal Holzes stehet. Von diesem lincks sich wendend, neben dem Spittalholz fort, 95 Ruthen bis zum 47. Stein, so oben an dem Wellerssteig neben dem Weeg ohnweit einer hölzernen Sauln stehet. Von solchem rechts sich wendend, oben durch die Rothenburgische Hölzer und Rangen hinumb, 77 Ruthen bis zum 48. Stein, welcher zur lincken des Weegs, in den Rothenburgischen Hölzern, die Spittal Ecken und Rangen genannt, stehet. Von hier weiter den Holtzweeg fort, 98 Ruthen, bis zum 49. Stein, der am Eck des Spittalholzes, oben an der rothen Steig stehet. Von diesem noch weiter den Weeg ein wenig lincks sich wendend, fort, 72 Ruthen bis zum 50. Stein, so ebenfalls zur linken des Weegs, neben einer großen Eichen stehet. 

 

Von solchem den Weeg ferner fort, 68 Ruthen, bis zum 51. Stein, welcher auch zur lincken des Weegs in denen rothenburgischen Hölzern stehet, zwischen diesen Hölzern ferners den Weeg nach fort, 42 Ruthen bis zum 52. Stein, der ebenmäßig zur lincken des Weegs oben an denen Rothenburg. Rangen bey einer jungen Eichen stehet. Von diesem  ferner den Weeg fort, 31 Ruthen bis zum 53. Stein, so an einem Creutzweeg stehet. Von solchem ein wenig rechts sich wendend, den Holzweeg fort, und den Berg hinab 25 Ruthen bis zum 54. Stein, welcher zur  lincken des Weegs halb unten im Rangen, ohnfern einer großen Fichten stehet. 

 

Von hier weiter im Weeg den Berg hinab, 32 Ruthen bis zum 55. Stein, welcher auf einer sogenannten Speyersteig, ohnweit ober denen Speyerhöffen auf einem Rangen stehet, welcher Stein gegen Mitternacht mit dem Brandenburgischen  und Rothenburg. Wappen gegen Mittag mit HSL, gegen Aufgang mit Lit.: B. No. 1, gegen Niedergang aber, mit Lit. R. No. 1 bezeichnet ist, bey solchem Stein die bishero zur rechten gehabte Rothenburgische Fraisch ab – die Hohenlohe Schillingsfürstische hingegen an- und mit der Vogtamt Colmbergischen Fraisch lincks - die lange Steig gegen die Speyerhöff hinabgehet, 69 Ruthen bis zum 2. mit Hohenlohe gesezten Fraischgränz Stein, welcher ohnweit der Weegscheidung, da sich der Steig und der Speyerhoffsweeg von einander theilen, zur rechten Hand der Straßen neben der Hecken stehet. 

 

Von diesem Stein gehet die allhiesig Vogtamt Colmbergische Fraisch, die Hohenlohe Schillingsfürst. zur rechten habend, die Straßen fort, 60 Ruthen bis zum 3. Stein, der an der Weegscheidung stehet, woselbst der Weeg von der Speyersteig herab auf Buch und Schönbronn zugehet. Von dann an gehet die allhiesig Gränz den Bucher Weeg nach, den Kehlberg linker Hand habend, fort, 148 Ruthen bis an End des Holtzes zum 4. Stein, der zur rechten Hand der Straßen unter einem Birnbaum stehet. Von diesem Stein rechts sich wendend, über einen Speierhoff- Acker zwergs hinab 91 Ruthen, bis zum 5. Stein, so an des Fischers Speierhoffs Acker, auf der Wiesen bei einem Apfelbäumchen stehet. Von solchem weiter grad über die Wiesen abwärts fort, 102 Ruthen bis zum 6. Gränz-Stein, welcher unten am Eck des Hans Scheibenberger zu Schönbronns Hohenlohisch Holtz Eck, bei einem kleinen Eichlein neben einem Schleifweeg, an Leonhard Schneiders zu Schönbronn Wiesen stehet. Von hier unter des Scheibenbergs Holtz fort und hinab, 96 Ruthen, bis zum 7. Stein, der bei einem Eichlein unten am Röß Holtz, in Hanns Jörg Eyfferts zu Unterbreitenau Höltzlein stehet. Von diesem noch besser unter dem Holtz, solches rechts habend, fort, 80 Ruthen bis zum 8. Stein, der am Eck des Holtzes, neben einem Graben, an der Unterbreitenauer Huth stehet und ein Eck-Stein ist. Von hier rechts sich wendend, neben dem Holtz am Graben, die Huth zur linken Hand habend, fort und den Buck hinauf, 84 Ruthen bis zum 9. Stein, der rechter Hand des Schleifweegs unter einem Birnbaum stehet. 

 

Von diesem ein wenig links vom Schleifweeg ab, und zwergfelds über die Höhe hinüber, 46 Ruthen, bis zum 10. Stein, so an einer Hecken bey einem doppelten Kirschbaum stehet. Von solchem ein wenig links sich wendend, quer über die Äcker den Berg hinab, 79 Ruthen, bis zum 11. Stein, von welcher unterhalb der Froschmühl bei einem Birnbaum auf einem Unterrain stehet, so zwischen Conrad Leidenbergers und Hand Uhlen zu Schönbronn Acker liegt. Von hier ein wenig rechts sich wendend, über die Wiesen hinab, 32. Ruthen bis zum 12. Stein, der jenseits des Bachs, welcher von der Froschmühl herab läuft, bey einer großen Erlen unterhalb der Mühl stehet. Von diesem Stein über die Wiesen und Äcker die Höhe hinauf, und den Gastenfelder Mühlweeg nach fort, 87 Ruthen bis zum 13. Stein, der zur linken Hand des Weegs, auf des Lay Müllers Wiesen bei einem Birnbaum stehet. 

 

Von solchem über den Mühlweeg hinüber und über die Zwergfelder gegen die Straßen, so von Leutershausen auf Schönbronn zugehet, hinauf, 93 Ruthen bis zum 14. Stein, welcher noch herwarts dieser Straßen, an Conrad Leidenberger zu Schönbronn Acker, auf einem Rangen, unter einem Birnbaum stehet. Von hier grad über die Straßen hinüber und über die Gastenfelder Äcker und Huth den Hohen Berg hinauf, 106 Ruthen, bis zum 15. Stein, der oben, doch nicht gar auf der Höhe am Berg unter einer großen Buchen stehet. 

 

Von diesem über die Höhe gar hinüber und grad auf der anderen Seiten hinab und über die Äcker hinein, 112 Ruthen bis zum 16. Stein, welcher am Eck des Gastenfelder Pfarr-Gartens, an dem Hohl Weeg stehet, von solchen hinder dem Pfarr Garten oder Acker an der Hecken hinab, 33 Ruthen bis zum 17. Stein, der am Ende des Pfarr Ackers, nächst an einem Fuß Steig, stehet. Von hier links sich wendend über die Peunt und Wiesen hinab, 54 Ruthen bis zum 18. Stein, so oberhalb der Gastenfelder Brucken, innerhalb des Zauns auf der Wiesen stehet. Von diesem über die Gassen hinüber 4 ½ Ruthen, bis zum 19. Stein, welcher neben der Brucken zur linken Hand der Gassen, ohnfern eines Hohenlohischen Zollstocks stehet. Von solchem Stein, die Kirche, Pfarr Haus, Schulhaus Platz und noch 10 Unterthanen zur linken in Colmberger- die jenseits des Bachs gelegenen Häuser und Unterthanen aber in Schillingsfürstischer Fraisch lassend, die Wiesen am Bach, solchen zur rechten Hand habend, hinab 99 Ruthen bis zum 20. Stein, der diesseits des Bachs, auf der Wiesen stehet, wo gegen über 2 Hohenlohische Weyher Stein, gesezt waren. 

 

Von hier nun neben dem Hohenlohischen sogenannten Gastenfelder See, so dermahl öd und zu Wiesen gemacht worden, solchen zur rechten Hand habend, hinab156 Ruthen bis zum 21. Stein, welcher am Eck dieses Weyhers, neben den Äckern stehet. Von diesem Stein wendet sich die allhiesige Gränz rechts und gehet unter dem Seedamm hinab 52 Ruthen, bis zum 22. Stein, so unterhalb der Fisch Aufstellungs Gruben, diesseits des Schlegelgrabens auf der Wiesen stehet. Bey solchem Stein der Vogtamt Leutershäuser Beschreibung nach, die allhiesig Colmbergische Fraisch ein Ende haben soll, nach der Colmberger hingegen, gehet solche mit der Hohenlohischen ferner grad über den Schlegelgraben und die Wiesen hinüber 49 Ruthen, bis zum 23. Stein, der auf Leonhard Schwabens zu Traisdorff Wiesen rechter Hand des alten Gießgrabens stehet. Von solchem Stein weiter gerade über die Wiesen fort, 78 Ruthen, bis an den Bach so von Traisdorff auf Hagenau laufft, und von dar fürters grad über diesen Bach und die Wiesen hinüber, 53 Ruthen, bis zum 24. Stein, welcher an dem Buschbaum auf Peter Seegens zu Hagenau Wiesen neben Leonhard Schwaben zu Traisdorff Acker stehet. 

 

Von hier links sich wendend, die Wiesen neben des Schwabens Acker hinab, 55 Ruthen, bis zu dem 25. Stein, der an Stefan Dürren zu Hagenau Acker auf Leonhard Schwaben zu Traisdorff Wiesen unter einem Birnbaum, ohnfern eines Schleiff- oder Heu Weegs stehet. Von diesem wieder rechts sich wendend, übers Zwergfeld hinauf, 108 Ruthen bis zu dem 26. Stein, so auf dem Buck auf dem Unterrain stehet, da zur rechten Hand, des Leonhard Lutzen zu Traisdorff- zur linken aber, des Steffan Dürren zu Hagenau Acker ligt, bey welchem Stein auch ein trocken Gebüsch zu finden. Von solchem Stein abermahl etwas links sich wendend, den Unterrain fort, hinauf, gegen das Holtz zu, 60 Ruthen, bis zum 27. Stein, der am Holtz Eck, zu Ende des Felds neben einem Birnbaum stehet, bey welchem die bishero zur rechten gehabte Hohenlohe Schillingsfürstische Fraisch ab, und mit der Vogtamt Leutershausischen denen Steinen nach, den Berg hinauf, die allhiesig Colmberger aber, mit der Leutershausischen links den Wiesgrund herab gehet, bis in dem Furth zu Hagenau.

 

Von dar das Kirchlein, WürthsHaus, Schmitten, und den sogenannten ZelsHoff links in Colmberger- die 13 zur rechten Hand des Baches gelegenen Hauser aber, in Leutershausischer Fraisch lassend, den Grund hinab, bis an den Bach so von Buch herab fleußt. Von dannen links sich wendend, den Bach im Wiesgründlein hinauf, das Weyler Berbersbach, die Ruffen- und Bircken Mühl rechter Hand in Leutershauser Fraisch lassend, bis zur Klein Mühl, diese links in Colmberger Fraisch einschließend, den Weeg und Trieb rechts den Berg hinauf, bis auf den Bucher Waasen, solchen Waasen und Trieb auf der Höhe fort, und hinab bis an das Weidlach Holtz. Von hier das ersagte Holz rechts habend, über den Brunster Waasen hinab, die Weyerlein links in Vogtamt Colmbergische Fraisch lassend, bis an das Fetzendorffer GemeindsHoltz, solches rechts lassend, daran hinüber, bis an das Fetzendorffer Blasen Höltzlein. Ferner etwas rechts wendend, durch dieses Hölzlein einen Pirsch- oder Stelleweeg nach hindurch, bis an die Fetzendorffer Felder. Von dannen etwas links über die Zwergfelder hinauf, bis zu einem Birnbaum, so auf einem Unterrain stehet. Von diesem Baum über die Höhe zwergfelds  und hinab, bis an die Altmühl oberhalb des Weylers Höffen, von dar über die Altmühl und die Wiesen hinüber bis auf den Fuhrweeg so von Höchstett nach Frommetsfelden gehet, woselbst 2 Birnbäum stehen und die Frommetsfelder Marckung sich anhebet. Von hier weiter zwischen der Frommetsfelder und Höchstetter Mackung einer Waßerfurch und Unterrain nach hinauf, und auf der Höhe den Unterrain fort, bis zu denen 2 großen Birnbäumen, von solchen übers Zwergfeld hinüber, bis an das See-Holtz, dieses rechts lassend, daran fort, und über den Bauzenweylerer Seedamm hinüber, bis zum breiten Stein, woselbst die Auslieferung zwischen Colmberg und Leutershausen geschiehet, welcher Stein an dem, von Leutershausen nach Colmberg gehenden Weeg, da sich der Frommetsfelder Weeg da abziehet, ligt. Von diesem Stein den Weeg nach hinein, bis zu denen 2 hohen Linden zu Bautzenweyler. 

 

Von solchem  gehet die Colmberger Fraisch mit der Leutershausischen den Weeg auf Mittelramstadt zu fort, bis zu diesem Weyler, dann weiter den Weeg nach, durch solches Weyler hindurch und hinaus bis zum Schaffweyherlein, und von solchem den Unterrain durchs Feld gar hinauf, bis an den Goldbuck, woselbst die Colmbergisch-Leutershausisch-und Hoffcastenamt Ansbachische Fraisch zusammenstoßen, mithin die bishero zur rechten gehabte Leutershausische Fraisch ab- die Hoff-Castenamt Ansbachische  aber, an- und mit der allhiesig​ Vogtamt Colmbergischen zwischen dem Zobel- und Brandenburg. Ansbachischen Herrschaftsholtz den Berg hinaufgehet, bis an die Oberramstatter Bergfelder, und von dar fürters durch solche Felder hinüber, bis auf die von Colmberg nach Ansbach gehende Straßen ans Eck des Eybisch Wiedersbachischen Holzes, der Hirschgarten genannt. Dieses Holtz links in allhiesig Vogtamt Colmbergische Fraisch einschließend, daran hinüber, bis an die Kurtzendorfer Rangen. Von hier lincks sich wendend, ober solchen Rangen hinder, bis an das Holtz, das Hörlein genannt. Von dar an solchem Holtz oben auf der Höhe noch besser hinder, bis an den alten und hohen Einsprung, solchen fürters hinab, bis auf den, von Oberramstadt nach Heslabronn gehenden Weeg. 

 

Von dannen rechts sich wendend, an dem Wesach Holtz – solches links habend, hinab, bis zu einer, mit einem Creütz bezeichneten Eichen, welche oberhalb des Heslabronner Weyhers, an einem Wiesgründlein stehet. Von dieser Eichen durchs Holtz hinaus, bis an den, von Heslabronn nach Colmberg gehenden Fuhrweeg an die Kühebergs Spitze. Von hier zwischen denen Heslabronner Rangen und Äckern hinumb und fort, bis an den, von Heslabronn nach Berndorf gehenden Fußweeg. Von dar links sich wendend, im Fußweeg den Berg durchs Holtz hinauf, bis auf die Hueth, so Colmberg, Heslabronn, Berndorff und Zailach miteinander haben, und dann auf solcher Huth fort, bis zur alten Hirsch Sultzen, so aber dermahlen nicht mehr vorhanden, und beßer hinab, zur rechten Seiten gemacht worden, doch der Ort dermahlen noch zu sehen gewesen, wo solche gestanden. Von diesem Ort fürters links sich wendend, über die Huth hinauf, bis zu einem mit Creutz bezeichneten Birnbaum, so fast oben am Ende der Huth stehet. Von solchem ein wenig rechts sich wendend, fort, bis zu einem Marck Stein, welcher das Eybische Holtz die Stein Klingen genannt, und das Berndorffer GemeindsHoltz scheidet. Von hier den Jagd- oder Stell Weeg zwischen diesen beeden Höltzern, die SteinKlingen links- das Gemeinds Holtz rechts habend, fort und den Berg also zwischen ermelden Höltzern hinab, bis zu einer Eichen so mit Creutz bezeichnet und nächst an denen Berndorffer Feldern gleich gegen über eines gen Berndorff gehenden Fuhr Weegs stehet. Von diesem Baum links sich wendend, zwischen dem Stiftamt Ansbachischen  sogenannten Pfaffen Schlag, welcher zur linken und denen Berndorffer Feldern, welche zur rechten bleiben, hinumb, bis zum Rödelbaum, so unten am Eck des Holtzes, außerhalb dem Weyler Berndorff, in der Gaßen stehet und ein gezwieselter Birnbaum ist.  Von solchem weiter unter dem Holtz fort und rechts übers Feld hinab, zu einem aufgezwieselten Birnbaum, der auf dem Unterrain, zwischen Hans Pfeffer und Paul Radelmüllers zu Berndorff Äckern stehet. Von hier ein wenig rechts sich wendend, über die Äcker und den Wiesgrund hinab, bis an den Weeg bey Berndorff, worüber der Kirch Steig gehet. Von dar, das Weyler Berndorff rechts in der Ansbachisch HoffCastenamts Fraisch lassend, den Kirch Steig hinauf und über den Vogel Buck hinüber, auch auf der andern Seiten des Bergs gegen Sultzbach hinab, bis zu einer angehauenen Eichen, die unten auf der Huth zur rechten des Kirch Steigs stehet. Von dieser Eichen links sich wendend, unter dem Rangen des Holzes – die Sultzbacher Felder rechts habend, hinumb, bis an die Ziegel Wiesen. Von dar rechts sich wendend, über den Buck einen Schleiff Weeg nach hinab, bis zur WasserFurch oder doppelten Rain hinder der Ziegel Hütte. Von dannen die Ziegel Hütte samt dem Dorff Ober Sultzbach in der HoffCastenamt Ansbachischen Fraisch lassend, der Wasser Furchen nach hinab, bis auf den Untern Schleiff- oder den sogenannten Schwartzweeg. 

 

Von hier links sich wendend, den Weeg auf Unterhegenau zu fort, bis zur alten Kalch Gruben, so zur linken des Weegs gelegen, und fast wieder aufgefüllt ist. Von dieser Kalch Gruben den Untern Schleiff Weeg fort und hinein, bis an den äußeren Hoff zu Unterhegenau, solchen samt dem ganzen Weyler links in allhiesig Vogtamt Colmbergische Fraisch einschließend, über Zwergfeld dergestalt hinüber, daß das Weyler Oberhegenau ebenfalls zur linken, die zur rechten bleibenden Felder aber in der HoffCastenamt Ansbachischen Fraisch verbleiben, bis auf den Bintzwanger Waasen, an solchem Waasen fort, denselben samt deren Weyhern links- das Holtz die Senten genannt, aber, rechts lassend, bis zu dem Eck Stein der am Ende des Senten Holtzes und Anfang der Anfelder Marckung stehet, als woselbst dieser Vogtamts Colmberger Fraischgräntz Berschreibung der Anfang und hiermit auch das Ende gemacht worden ist.

 

AN-SR-1404-51

AN-SR-1404-30

AN-SR-1404-33

AN-SR-1404-34

AN-SR-1404-30

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