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Zudem waren in der damaligen Zeit die Untertanen ihren Herrschaften zugeordnet. Diese wohnten nicht immer im eigenen Fraischbereich.

 

Das schaffte zunehmend Probleme, was sich auch in steuerlichen Fragen fortsetzte.

 

Diese  Umstände führten zu permanenten Streitigkeiten zwischen dem preußischen Königshaus und dem Fürsten von Hohenlohe-Schillingsfürst. Hieraus entstand auf beiden Seiten der Wunsch nach fest umrissenen Territorien und Zuständigkeiten. 

 

1796 kam es daher zum Austausch von Untertanen und Gebieten, um eine genau definierte Landesgrenze zu erreichen.

Im Mai bis Juni 1798 wurden dann nochmals Korrekturen an der Grenze vorgenommen (Gemeindegrenzdifferenz mit Dombühl). Hier wurden im Vorfeld viele Einzelbereiche diskutiert. So sollte u.a die Höfstetter Mühle zu Schillingsfürst, was Dombühl unter preußischer Führung verweigerte.

 

Am 16. August 1798 wurde ein erstes Mal diese dann neue Grenze "verpflockt", 1799 eine Grenzkommission einberufen, die durch den preuß. Hauptmann und Ingenieur Ludwig Vetter geleitet wurde.

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Informationen zum Königreich Preußen

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Informationen zum Haus Hohenlohe

"Preußenstein" im Fichtelgebirge
(PB=Pfalz Bayern)

HG-PG-Stein an der Gemeindegrenze Blaufelden-Langenburg (BW)

INFORMATION

Ab etwa dem Jahr 1795 versuchte das Königreich Preußen, das auch in Franken große Gebiete dazu gewinnen konnte, fest umrissene Staatsgrenzen für sein Territorium zu schaffen.


So gab es zahlreiche Grenzverein-barungen, die die Setzung von Grenzsteinen zur Folge hatte.


Im Bereich Fichtelgebirge an der heutigen Grenze zwischen der Oberpfalz und Oberfranken war die Landesgrenze Preußen-Pfalz Bayern (Pr=Preußen, PB=Pfalz Bayern), wo 1803 die sog. "Preußensteine" gesetzt worden sind.

An der Gemeindegrenze zwischen Blaufelden und Langenburg (heute in Baden-Württemberg) stießen ebenfalls Preußen und Hohenlohe territorial aufeinander. Hier wurden 1805 Grenzsteine nach dem bestehenden Muster mit HG und PG gesetzt.

[Im Text befindliche Links sind grau unterlegt]

 

Nachdem aus erbrechtlichen Fragen Markgraf Alexander im Jahr 1792 abdankte, fiel das Fürstentum Ansbach an das Königreich Preußen. Damit übernahm dann Freiherr Carl August von Hardenberg die Regierungsgeschäfte im Fürstentum Ansbach.

Seitdem gab es eine gemeinsame Grenze des preußischen Königreichs mit dem Fürstentum Hohenlohe-Schillingsfürst.

 

Wie  aus der Karte des Jahres 1792 (Karte  Hohenlohe 1792) zu sehen ist , war das Fürstentum Hohenlohe-Schillingsfürst nicht wirklich territorial zu definieren. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine festen Landesgrenzen, sondern nur Hochgerichtsbarkeitsgrenzen, sog. Fraischgrenzen. Diese waren in der Regel versteint. Eine solche Fraischgrenze teilte z.B. Gastenfelden zwischen Schillingsfürst und Ansbach auf. Je nachdem, wo ein Verbrechen begangen wurde, war dann das Ansbachische oder das Schillingsfürstische Hochgericht zuständig. (Forts. unterhalb des Bildes)

Grenzstein 100, gesetzt am 15.08.1804

steht direkt an der St 2419 (ehem. B25)
[Feuchtwangen - Rothenburg o.d.T.]

bei Wörnitz/OT Mittelstetten

Mit einer Begehung dieser Grenze vom 11. bis 15. August 1804 wurden dann die Setzorte der Grenzsteine festgelegt und diese dann gesetzt. Die Kosten trugen das Königreich Preußen und das Fürstentum Hohenlohe je zur Hälfte. Alte Grenzsteine (ehemalige Jagd- und Fraischsteine), die entfernt werden mußten, sollten, soweit sie noch brauchbar waren, wieder verwendet werden. Auch damals unterlag man dem Sparzwang.

Die Steine 1 bis 46 sind wieder verwendete Steine. Sie sind kleiner als die ab Nr. 47 verwandten "neuen" Steine.  Diese weisen das Muster der sog. "Preußensteine" (Pr/PB) im Fichtelgebirge auf, wie auch die Steine, die an  der Gemeindegrenze Blaufelden und Waldenburg aufgestellt sind (HG/PG-Steine). (siehe auch die Information rechts)

Das Versteinungsprotokoll vom 16. August 1804 ist die Dokumentation der Grenzsteinsetzung und der Festlegung dieser Landesgrenze, mit der fest umrissene Territorien und Rechtsprechungsbereiche geschaffen worden sind.

Freiherr
Carl August von Hardenberg

(*31.05.1750, †26.11.1822)

1792 bis 1806 leitete er als preußischer Minister die Regierungsgeschäfte im Fürstentum Ansbach

Die durch den Gebietsvergleich 1776  und den Folgeverhandlungen entstandene, 26 km lange Grenzlinie kann heute noch nachvollzogen werden. Die 1804 gesetzten Grenzsteine stehen zum größten Teil noch heute und kunden von dieser Geschichte.

100 Grenzsteine waren ursprünglich gesetzt worden. In den zurückliegenden über 200 Jahren gingen Steine verloren oder wurden zerstört.

>>Näheres zum Gesamtbestand: klicken Sie auf das Button "Grenzsteinregistrierung 03.2016"

Die Grenzsteine weisen eine Beschriftung HG (=Hohenlohisches Gebiet) und PG (=Preußisches Gebiet), sowie eine fortlaufende Nummerierung von 1 bis 100, auf.

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