Der Verlauf der Landhege

Die Rothenburger Landhege geht bis auf das Jahr 1420 zurück. Etwa in dieser Zeit entstand das Grabensystem, das in der "Haller Landhege" seine Idee fand.

Um ein Projekt dieser Größe gut zu erfassen, bedarf es vieler Dokumente, Gesprächen vor Ort und guten Kontakten in die Region.

Wir werden hier versuchen die gesamte Grenzlinie abzubilden und beginnen an der bayerisch/ württembergischen Landesgrenze bei Wettringen...

Landhege - 1400

Die Landhege trifft direkt auf der heutigen Landesgrenze auf den Taubersee. In diesem Bereich ist die ehemalige Grenze nicht versteint.

Vom Taubersee durchquert sie in nordöstlicher Richtung ein Waldstück, um dann nach Südost abzuknicken und in Richtung Grüber Ranken zu verlaufen, wo die erste Grenzsteinlinie beginnt.

LANDHEGE_1400_VERLAUF.png

Rothenburg
und das
Fürstentum Ansbach-Brandenburg

Rothenburg und Ansbach waren an vielen Abschnitten der Rothenburger Landhege Nachbarn.

In der Zeit des "Alten Reichs" wurde nicht nach Territorien, sondern nach Herrschaftsansprüchen regiert (Territorium non clausum). Hier behandeln wir die sog. Fraischgrenzen. Dies waren die Bereiche, in denen die Blutgerichtsbarkeit ausgeübt werden durfte. Diese betraf Strafen, die den Tod oder eine Verstümmelung zum Inhalt hatten.

In späterer Zeit wurden diese Fraischgrenzen dann zu Landesgrenzen, wie wir sie heute kennen (Territorium clausum). Dies passierte dann im Ausgehenden 18. Jahrhundert auf Betreiben des Preuß. Königs, der zu dieser Zeit dann auch in Ansbach herrschte über den von ihm beauftragten Freiherrn von Hardenberg.

Bereits vor der preuß. Herrschaft in Ansbach wurden Grenzfragen geregelt.

Die Grenzsteinsetzung auf den Grenzlinien

 

geht auf einen Vertrag zwischen Joachim Ernst Markgraf zu Brandenburg und dem Bürgermeister und Rat der Stadt Rothenburg vom 27.12.1617 zurück.

 

Preußen, also das Fürstentum Ansbach-Brandenburg, grenzte auch im heutigen Baden-Württemberg immer wieder an das Gebiet Rothenburgs.

Etwa ab dem Jahr 1792 wurden die bestehenden Fraischgrenzen zwischen Rothenburg und dem dann preuß. Ansbach sukzessive Landesgrenzen.

Brandenburg-Bayreuth als Nachbar Burgbernheims

Zwischen Habelsee, wo einst der Grenzstein AN-SR-1405-001 den Beginn der gleichnamigen Grenzsteinlinie mit dem Fürstentum Brandenburg-Ansbach markierte, und dem heutigen Bahnhof Steinach an der Ens, bei dem die Landhege als Baudenkmal in Richtung Frankenhöhe endet, trafen die beiden Fürstentümer Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth aufeinander.

Diese Nachbarn wurden ab dem Jahr 1792 mit der Abdankung des Markgrafen Alexander unter gemeinsamer Führung Ansbachs verwaltet, blieben aber immer rechtlich eigenständige Gebiete.

Der Landturm bei Lichtel

Der Landturm bei Lichtel war einer von ursprünglich neun Landtürmen entlang der Rothenburger Landhege und wurde aus den Steinen der gleichzeitig abgebrochenen Burg Lichtel (heute steht hier eine Kirche) erbaut. Diese stammte noch von den alten Herrschern, dem Hochstift Würzburg, das Lichtel um diese Zeit an die Freie Reichsstadt Rothenburg verkauft hatte. Die Burg wurde nicht mehr gebraucht und die Wiederverwendung der Steine sparte Geld.

Der Landturm diente als Zollstation, bei der Reisende und Händler ihren Zoll bezahlten und auch einer Kontrolle unterlagen.

Am Ende des II. Weltkrieges entging der Landturm bei Lichtel nur um Haaresbreite dem Schicksal seines "Kollegen", dem Rohrturm Musdorf (Gde. Rot am See), der von Granaten der anrückenden US-Streitkräfte fast vollständig zerstört worden ist. Die Granate in Richtung Landturm bei Lichtel schlug wenige Meter neben ihm ein... so ist er mit dem Landturm in Großharbach (Gde. Adelshofen) der einzige noch existierende Landturm.

Die Landhege bei Lichtel

Beiderseits der Landstraße am Lichteler Landturm ist das Grabensystem der Rothenburger Landhege noch deutlich zu sehen.

Markant sind hier die beiden Gräben mit der Erhebung in der Mitte und der Bewuchs mit undurchdringlichem Gehölz.
Die Aufnahme entstand am 28.02.2019, so dass der Bewuchs noch nicht blickhemmend in Erscheinung tritt.

An dieser Stelle markiert die Rothenburger Landhege die Gemeindegrenze zwischen Creglingen und Niederstetten im Landkreis Main-Tauber (MTK).

Diese Seite ist im Entstehen und wird mit jeder neuen Information weiter geschrieben, so dass wir am Ende eine nachvollziehbar gewachsene Webseite mit dem Maximum an Informationen zur Landhege haben.

 

Wenn Sie Informationen für uns haben, dann schicken Sie uns diese zu.... wir sind sehr interessiert... 

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