Die Grenzlinie zwischen der Freien Reichsstadt Nürnberg und der Kurpfalz Baiern entstand mit dem Ende des Landshuter Erbfolgekrieges und der dann danach stattfindenden Kleinkriege zwischen der Kurpfalz Baiern und der Freien Reichsstadt Nürnberg. 
Am 26. April 1524 wird in Amberg die dann gültige Grenze zwischen der Kurpfalz Baiern und der Freien Reichsstadt gezogen und die Grenze versteint.


(Bezogene Archivalie: Florentz von Vennyngen, pfälzischer Kanzler, legt die Irrungen zwischen Kurpfalz und Nürnberg wegen der Grenze der Ämter Pfaffenhofen und Altdorf bei Hagenhausen bei. - Siegler: Kurfürst Ludwig von der Pfalz, Pfalzgraf Friedrich, die Stadt Nürnberg und der Schiedsrichter - Staatsarchiv Nürnberg - LINK)

Die Grenzlinie, die mit den noch wenigen vorhandenen Grenzsteinen kaum nachvollziehbar ist, verlief in etwa auf der heutigen Grenzlinie zwischen den Bezirken Mittelfranken und der Oberpfalz.

Bei den durchgeführten Recherchen konnten acht Originalgrenzsteine aufgefunden werden. 

Die Churpfalz Baiern

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kurpfalz-Bayern)

Kurpfalz-Baiern oder zeitgenössisch Churpfalz-Baiern oder Pfalz-Baiern nannte sich der frühneuzeitliche Staat, der 1777 aus der Übernahme des wittelsbachschen Erbes (Kurfürstentum Bayern) durch den pfälzischen Kurfürsten Karl Theodor entstanden ist.

 

Dessen Regentschaft stand aber unter einem unguten Stern. So brach kurz darauf der Baierische Erbfolgekrieg aus, der zwar weitgehend unblutig verlief, aber im Frieden von Teschen 1779 mit der Abtretung des Innviertels an Österreich endete. Kaiser Joseph II. hatte zuvor Ansprüche auf Niederbayern und die Oberpfalz geltend gemacht. Auch wegen des am Widerstand Preußens und des von ihm gegründeten Fürstenbundes gescheiterten Versuchs Karl Theodors, 1785 Baiern im Austausch mit den Österreichischen Niederlanden an die Habsburger abzugeben, kam es zu einer gewissen Vereinheitlichung der Verwaltung. Wäre der Tauschversuch erfolgreich gewesen, hätte Baiern seine Eigenstaatlichkeit verloren und es wäre ein linksrheinisches Königreich Burgund mit Brüssel als Residenz entstanden.

 

Stattdessen wurde die Residenz von Mannheim nach München verlegt. Friedrich II. von Preußen genoss daher in Altbayern großes Ansehen. Des Weiteren wurden die kurpfälzischen und die kurbaierischen Truppen zusammengefasst und mit einheitlichen Stammnummern versehen.

Positiv war in jenen Jahren das Wirken des Benjamin Thompson, Reichsgraf von Rumford, gebürtiger Amerikaner, der das Heereswesen reformierte und vor allem Sozialreformen anstieß (Wärmedämmung, Rumfordsuppe, Rumfordherd, Gründung von Schulen für Soldatenkinder, Armenhäusern und Manufakturen). Bleibende Erinnerung an ihn ist die Anlage des Englischen Gartens, der 1792 eröffnet werden konnte.

Das Territorium erfuhr während der Französischen Revolution und der napoleonischen Ära umfassende Gebietsänderungen und -erweiterungen. Zunächst aber verlor Pfalzbaiern durch den Ersten Koalitionskrieg alle linksrheinischen Gebiete, da Frankreich den Rhein als Ostgrenze durchsetzen konnte.

Baiern hatte sich an dieser Auseinandersetzung kaum beteiligt und schied 1796 aus der Koalition aus, musste aber nach Österreich die größten Verluste verkraften (Hzm. Jülich und die westliche Kurpfalz).

 

1799 verstarb Karl Theodor ohne legitimen Erben, seine beiden Ehen blieben kinderlos und verliefen unglücklich. Zum Zug kam daher das Haus Pfalz Zweibrücken mit Kurfürst Maximilian IV. Joseph, damit waren zugleich alle wittelsbachischen Fürstentümer wiedervereinigt, wenngleich das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken ebenfalls französisch besetzt war. Im Frieden von Lunéville erkennt das Reich 1801 formell die Abtretungen an Frankreich an, allerdings hat Kaiser Franz II. schon im Frieden von Campo Formio 1797 das Rheinland aufgegeben, die Reichsstände und damit auch Kurpfalz-Baiern standen auf verlorenem Posten.

 

Als Ausgleich konnte Baiern jedoch sein Staatsgebiet durch die im Reichsdeputationshauptschluss 1803 verfügte Mediatisierung und Säkularisierung erheblich erweitern (Bamberg, Würzburg, Kempten, Ulm, Nördlingen, Bistum Augsburg). Damit endete allerdings die Geschichte Pfalzbaierns, denn zum Austausch musste das verbliebene rechtsrheinische pfälzische Gebiet an Baden abgetreten werden (Heidelberg, Mannheim).

 

Erst 1806 ging das Herzogtum Berg mit Düsseldorf im Tausch gegen Ansbach verloren. Den Wiederaufstieg Baierns sicherte der geheime Bogenhausener Vertrag, ein im Jahr 1805 geschlossener Bündnisvertrag zwischen dem Kurfürstentum Baiern und Frankreich.

 

Er führte zur Entstehung des Königreichs Bayern (Proklamation im Januar 1806).

© 2017 historische-grenze.de

Historische Grenze ist eine heimathistorische Seite in privater Trägerschaft.

Die Bilder und Texte auf dieser Website unterliegen dem Urheberrecht.
Eine Nutzung der Bilder und Texte ist nur nach Genehmigung durch den Verfasser erlaubt. Unauthorisierte Nutzung wird straf- und zivilrechtlich verfolgt.

Dies gilt für das Gesamtangebot unbeschadet davon, ob dieser Hinweis vorhanden ist oder nicht.

Kontaktdaten/ Impressum/ Disclaimer: (Bitte klicken Sie auf das Button)

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now