Die Preußensteine
im Fichtelgebirge

Die Grenzlinie beginnt am Buchbrunnen, direkt an der Grenze zur tschechischen Republik und endet im Bereich Marktredwitz/ Reutlas.

Ursprünglich waren 183 Grenzsteine gesetzt worden.

Aktuell wird diese Grenze noch erforscht und die Grenzsteine registriert.

Die Grenzsteine stehen unter Denkmalschutz.

DIE GRENZLINIE IM FICHTELGEBIRGE IN DER GESCHICHTE
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsforst_(Fichtelgebirge))

Durch den Reichsforst verläuft seit dem Jahr 1810 die Grenze der bayerischen Regierungsbezirke Oberfranken und Oberpfalz. Das Basaltgebirge war aber schon Jahrhunderte vorher eine Art Grenzgebirge. 
Eine erste Abgrenzung zwischen zwei Herrschaftsgebieten fand im Jahr 1362 statt. Südlich des Reichsforstes hatte sich ab 1133 das Stiftland Waldsassen gebildet, das zumindest bis 1571 politisch eigenständig und dessen nördliche Grenze der Reichsforst war. Nördlich davon erwarben ab 1285 die hohenzollerischen Burggrafen von Nürnberg Gebietsteile.
Eine feste Abgrenzung des Stiftlandes im Reichsforst geschah, als der Egerer Landrichter Bohuslaw von Schwanberg im Jahr 1362 im Auftrag des Kaisers eine Rainung gegenüber dem Reichsforst vornahm und den Grenzverlauf von Reutlas (heute Ortsteil der Stadt Marktredwitz) ausgehend bis Forchheim (abgegangene Siedlung zwei Kilometer westlich von Pechtnersreuth) durch einen Graben festlegte.
Diese Grenze blieb in den nachfolgenden Jahrhunderten im Fürstentum Obere Pfalz, in Kurbayern und im Königreich Bayern gültig, wenn es auch sehr häufig mit den benachbarten Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth zu „Irrungen“ und manchen Grenzstreitigkeiten kam.
Die letzte Grenzfestlegung erfolgte im Jahr 1803, als dort die preußische Provinz Bayreuth an das Königreich Bayern grenzte und die teilweise noch vorhandenen Preußensteine gesetzt wurden. 1810 erledigten sich alle Grenzformalitäten, als die preußische Provinz nach französischer Besetzung zum Königreich Bayern kam.

DIE GRENZLINIE DER PREUSSENSTEINE (1803)
Text übernommen von http://www.bayern-fichtelgebirge.de/ostrand/15.htm?15

Beim Buchbrunnen begann im 15. Jahrhundert eine weitere „Staatsgrenze“, die in südwestlicher Richtung verlief und die bis zum Jahr 1810 Gültigkeit hatte, nun Grenze der Regierungsbezirke von Oberfranken/Oberpfalz ist. Sie war zunächst Grenze zwischen der Burggrafschaft ob dem Gebirg/Markgrafschaft Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth und dem Stiftland des Klosters Waldsassen, dem Fürstentum Obere Pfalz und schließlich Bayern.

Von 1791 bis 1806 waren hier Preußen und Bayern territoriale Nachbarn, wobei es schon seit Jahrhunderten zu ständigen „Grenzirrungen“ und Grenzbegehungen kam. In einem Grenzvertrag vom 30. Juni 1803 wurde durch beide Länder der Grenzverlauf festgelegt und durch wuchtige Grenzsteine neu abgemarkt. Die Grenzsteine, die ab dem Buchbrunnen bis in den Raum von Groschlattengrün gesetzt wurden, sind teilweise noch vorhanden und tragen verschiedene Einmeißelungen. Auf der „preußischen Seite“ sehen wir die Buchstaben „Pr.“ (=Preußen), auf der „bayerischen Seite“ die Buchstaben „P.B.“ (= Pfalz-Bayern), auf der Schmalseite des Steines die fortlaufende Nummer. Aus historischen Gründen wäre es unbedingt erforderlich, in der Landschaft die Standorte der noch vorhandenen „Preußensteine“, wie sie im Volksmund genannt werden, festzustellen. An einem Eintrag in die Topografische Karte 1:25.000 ist das Bayerische Landesvermessungsamt interessiert.

 

Übrigens: ab dem Jahr 1810 verlor die preußisch-bayerische Grenze ihre Bedeutung als Staatsgrenze. Die preußische Provinz und ab 1806 französisch besetzte Markgrafschaft Bayreuth ging an das Königreich Bayern über. Aus der einstigen Staatsgrenze wurde dann eine Regierungsbezirksgrenze, die allerdings in manchen Abschnitten nicht immer genau auf der preußisch-bayerischen Vorgängerin verläuft. 

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